Der Begriff der Umstrukturierung umfasst im wesentlichen sämtliche Transaktionen welche im Fusionsgesetz (FUSG) geregelt, erläutert und beschrieben sind.

  • Fusionen
  • Rechtsform-Umwandlungen
  • Spaltungen, Abspaltung oder Aufspaltung
  • Vermögensübertragung

Umwandlung einer Einzelfirma in eine Kapitalgesellschaft (AG oder GmbH)

Es stellen sich Fragen zur Haftung, zu den Steuern und den Sozialversicherungen

Mancher Jungunternehmer begann seine Selbständigkeit in Form einer Einzelfirma, weil beim Start zu wenig Kapital für die Gründung einer GmbH (20'000 Franken) oder einer AG (100'000 Franken) vorhanden war. Bei einer Einzelfirma stellt die Haftung des Inhabers mit seinem gesamten Privatvermögen jedoch ein erhebliches Risiko dar. Bei einer juristischen Person in Form einer GmbH oder einer AG haftet ein Unternehmer als Inhaber oder als Aktionär nur mit dem in die Firma eingeschossenen Kapital.

Einzelfirma steuerlich nicht eigenständig

Eine Einzelfirma ist steuerrechtlich kein eigenes Steuersubjekt. Das heisst, die Inhaberin der Einzelfirma gilt als Steuersubjekt. Deshalb muss ein allfälliger Gewinn aus der selbständigen Tätigkeit in einer Einzelfirma in der privaten Steuererklärung der Firmeninhaberin angegeben werden. In dieser privaten Steuererklärung wird der Gewinn zusammen mit weiteren Einkünften wie Einkommen des Lebenspartners, Wertschriften- und Liegenschaftserträgen aufgeführt. Bei jährlich unterschiedlichen Geschäftsergebnissen kann es damit zu Schwankungen bei der Steuerbelastung führen. Diese Schwankungen lassen sich nur bedingt abfedern.

Mehr Planungsspielraum

Mit der Gründung einer juristischen Person in Form einer GmbH oder einer AG entsteht ein eigenes Rechts- und Steuersubjekt. Der Firmeninhaber besteht weiter als Steuersubjekt und reicht wie bisher seine private Steuerdeklaration ein. Als Unternehmer ist er in der GmbH oder AG jedoch ein Lohnbezüger seiner Firma. Er gilt im Sinne der AHV als Unselbständiger. Planungsspielraum ergibt sich für ihn als Unternehmer in der Frage der Höhe seines Lohnes und der Höhe der Dividenden. Seinen Lohnbezug kann er in einem gewissen Rahmen (branchen- und marktüblich, angemessen) selber definieren. Ebenfalls selber entscheiden kann er über die Frage, welchen Anteil des Gewinnes er sich als Dividende ausschütten lassen soll. Auf Dividenden fallen grundsätzlich keine Sozialversicherungsbeiträge an, sofern diese den Praxisbestimmungen entsprechen. Zudem sind Dividenden auf Bundesebene nur zu 60 Prozent zu versteuern. Die Kantone wenden ebenfalls nur eine Teilbesteuerung der Dividenden an. Bei einer GmbH oder einer AG eröffnen sich im Vergleich zu einer Einzelfirma steuerlich also mehr Gestaltungsmöglichkeiten.

Sozialversicherungs-Beiträge aufteilen

Der Inhaber einer Einzelfirma zahlt Sozialversicherungs-Abgaben auf dem Reingewinn seines Unternehmens. Als Angestellter seiner GmbH oder seiner AG werden die Beiträge an die Sozialversicherungen auf dem Lohnbetrag erhoben. Zudem werden diese Beiträge aufgeteilt in einen Arbeitgeber-Anteil und einen Arbeitnehmer-Anteil. Als Inhaber einer Einzelfirma besteht keine Pflicht, Beiträge in eine Pensionskasse einzuzahlen. Als Angestellter einer GmbH oder einer AG hat der Unternehmer jedoch eine Beitragspflicht an die Pensionskasse. Bei der Ausgestaltung der Pensionskassen-Lösung ergeben sich für den Unternehmer steuerlich interessante Möglichkeiten. 

Beteiligungen und Wachstum werden einfacher

Hinter einer Einzelfirma steht in der Regel lediglich ein Inhaber oder eine Eigentümerin. Bei einer juristischen Person wie einer GmbH oder einer AG werden Beteiligungen an weitere Geschäftspartner oder neue Aktionäre organisatorisch einfacher möglich.

 

Weiter sind auch die steuerfreie Überführung von stillen Reserven und ein allfälliger steuerfreier Kapitalgewinn bei der Veräusserung von Aktien wichtige Themen, welche Ihnen ein qualifizierter Treuhandpartner erläutern kann.

 

So ergeben sich für die Inhaber einer Einzelfirma zahlreiche Fragen zur künftigen Organisationsform ihres Unternehmens. Lassen Sie sich durch einen erfahrenen Treuhänder beraten in allen Aspekten einer Umwandlung in eine GmbH oder AG oder einer Neugründung.