Kurzzusammenfassung und Fazit von Bewertungen

Unternehmensbewertung ist oftmals vielmehr "Kunst als Wissenschaft".

Die "Wahrheit" liegt oft irgendwo dazwischen.

"Wert" oder "bewerten" kann man ein Unternehmen oder Unternehmensteile auf jede erdenkliche Art und Weise. "Preis" ist dann dass, was schlussendlich vom Käufer bezahlt wird.

Oftmals will jede Partei das Geschäft des Lebens machen (weil die meisten nur einmal im Leben ein Unternehmen kaufen oder verkaufen), weshalb die Preisvorstellungen diametral auseinandergehen.

Methoden und Grundlagen

Aus Betriebswirtschaftslehre, Finanzwissenschaften und bundesrichterlicher Rechtssprechung gibt es folgende Grundlagen und Methoden und Ansatzpunkte zur Bewertung von Unternehmen:

1. Aus der Bilanz / Bilanzwerte

  • Substanzwert (Eigenkapital + allfällige stille Reserven)
  • Reproduktionswert
  • Liquidationswert
  • Fortführungswert

2. Aus der Erfolgsrechnung

  • Ertragswert (idR. vergangener Reingewinn hochgerechnet mit kapitalisierungsfaktor)

3. Schweizer Praktikermethode (Methode Steueramt)

  • idR. 2x Ertragswert + Substanzwert / 3. Entspricht einer gewichteten Mittelwertmethode basierend auf Vergangenheitszahlen.

4. DCF Methode (Discounted-Cashflow-Methode)

Die bisher beschriebenen Methoden sind vergangenheitsorientiert. Finanzmathematisch, hat eine Investition den Wert, welche Sie nach Abzug der Finanzierungskosten und der Investitionszeit entsprechenden Nutzen (=Barwert/NPV) erzielt.

Diese Betrachtungsweise ist zukunftsorientiert und daher mit verschiedenen Unsicherheiten versehen.

Die bekannteste und etablierteste Bewertungsmethode ist die DCF (Discounted-Cashflow-Methode). Dabei werden die zukünftig geschätzten freien Geldmittel (=Free Cashflow) meist über einen Zeitraum von 5 Jahren abdiskontiert (Diskontfaktor berücksichtigt, Zeitfaktor und Finanzierungskosten). Zusammen mit dem Residualwert (Hochrechnung der Cashflows langfristig) ergibt dies den Unternehmenswert.

5. Übergewinnmethode - folgt

6. WACC-Methode - folgt